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Tach Leute, es ist mal wieder Endzeit
Verfasst am Mittwoch, 09. August 2006 um 10:27 von revolutionsound
Freigegeben von MarkArne

Probleme & Lösungen der Gesellschaft revolutionsound schreibt:

"Nicht gewusst? Israel befindet sich im Krieg und die Bösen sind alle anderen. Ganz groß in Mode ist der Endzeitglaube in strengchristlichen Gemeinden den USA, aber auch in vielen anderen Ländern wittert manch Gläubiger die letzten Tage.

Für manch evangelikalen oder auch charismatischen Christen stellt Israel den Zeiger an der Weltuhr dar. Mit seiner Staatsgründung schlug es fünf vor zwölf. Seit 1948 wird ständig die Endzeit prophezeit. Wie viele falsche Propheten seitdem gestorben sind, kann man wohl kaum zählen, wie vielen Menschen mulmig wurden, auch nicht. Die Furcht der Menschen eignet sich hervorragend, ihnen einen strengen Glauben zu verkaufen und einzutrichtern. Man könnte beinahe eine Verschwörungstheorie hinter der Staatsgründung vermuten, denn es sind die strengen Christen, die ständig hinter dem Staat Israel stehen werden und denen die Staatsgründung gelegen kam. So leicht lässt sich nun das Gute und das Böse an die Wand malen: Israel gut, alle muslimischen Staaten schlecht. Die Richtung der Bomben und Raketen macht den Unterschied.

1988 schrieb ein amerikanischer Autor von den 88 Gründen, warum die Entrückung (die Christen werden vor der Eskalation von der Erde genommen) im Jahre 1988 stattfinden sollte. Er datierte sogar ziemlich genauf auf drei Tage im September, bemerkte aber dazu, dass seine Angaben ohne Gewähr seien. Eben: es haben sich schon Tausende vor ihm geirrt. Aber die anrückende Endzeit bietet Stoff für mitreißende Predigten. Und wie geeignet ist diese Thematik doch, um sie in Filmen und Büchern zu verpacken. Entrückungs- und Endzeitglaube, das ist wahres Kapital. Behauptungen werden aufgestellt, die einem die Haare zu Berge stehen lassen müssten. Wer wurde schon alles als möglicher Antichrist gehandelt: der Papst, der EU-Präsident, der UN-Generalsekretär. Eine Bemühung um Mäßigung in evangelikalen Gemeinden der USA wäre durchaus vertretbar.

Aktuell klappt die Verkaufsstrategie wieder besonders gut. Israel befindet sich im Zentrum der Weltaufmerksamkeit. Eine internationale UN-Truppe könnte zur Befriedung entsandt werden und die “Nationen” wären auf Israels Boden versammelt. Ob zu den Kreuzzügen auch schon die Endzeit vorhergesagt wurde, also so viele Heere nach Jerusalem marschierten? Aber doch ganz gewiss. Wie kann diese Masche über Jahrtausende funktionieren? Solche Lehren sind erstaunlich langatmig. Kann man glaubwürdig um Frieden bemüht sein, wenn der Krieg anscheinend die Erfüllung religiöser Sehnsüchte näher bringt? Man wünschte sich, dass sich diese Evangelikalen ihrem tatsächlichen Auftrag widmen würden, von dem auch in der Bibel steht: der Friedensstiftung. Das macht sie seliger und auch alle anderen Menschen glücklicher.

Der Glaube hält sich, dass das Geschehen auf der Welt nach Programm abläuft. Nein, mehr: er wird erhalten. Die Gläubigen werden darauf getrimmt, dass die wesentlichen Ereignisse im geistigen Bereich stattfinden. Wer möchte eigentlich die Endzeit herbeiführen? Sollten die “bösen Mächte” nicht daran interessiert sein, ein Endzeitszenario zu verhindern - denn dann naht doch ihr Untergang? Die Logik lässt missen.

Leider wird auf diese Weise vielen Menschen der Blick vernebelt. In den Vereinigten Staaten stellen die streng bibelgläubigen Christen eine wichtige Wählergruppe dar. Ihr Einfluss auf die Politik kann unter Umständen die ganze Welt zu spüren bekommen. Man mag es kaum wahrhaben, aber der Bedarf an Aufklärung ist heutzutage genauso deutlich wie im 18ten Jahrhundert. Weniger Glauben, mehr Hinterfragen, mehr Diskussion. Das würde den Christen im Biblebelt gut tun.
Indes wird weltweit auf eine baldige friedliche Lösung in Nahost gehofft. Und falls sie sich tatsächlich finden sollte, ist die Endzeit wieder vertagt worden."

 
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2 Kommentare
Grenze
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Re: Tach Leute, es ist mal wieder Endzeit (Punkte: 50)
von Bodo (BodoKaelberer@webkind.de) am Mittwoch, 09. August 2006 um 15:30
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de
Die Radikalen jeder Colour sind sehr flexibel in ihren Einstellungen.

Das sieht man bei den Rechten, die begeistert mit Ausländern paktieren, wenn man einen gemeinsamen Feind hat (z.B. deutsche Neonazis mit Islamisten gegen Israel).
Man sieht es bei den radikalen Christen, die sich zur Bekämpfung des Islams bei den Juden anbiedern.
Und man sieht es bei den Linken, die linke Diktaturen unterstützen wenn diese sich gegen klassische Gegner, z.B. die USA, stellen.

Die Menschen sind halt doch flexibler als man ihnen im allgemeinen vorwirft. Zumindest wenn sie glauben einen Vorteil daraus ziehen zu können.


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