Angezeigtes Thema: 'Springer droht Läufer'
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Von: revolutionsound (Rang: Moderator)   Beiträge: 3739
Mitglied seit: 18.02.2002
Geschrieben am: 06.03.2004 um 01:14 (4008 mal angezeigt)   (Aktuell gewählter Beitrag)
Was dürfen die Medien sich erlauben?
Darüber kann man diskutieren. Darüber kann man sich streiten. Enthüllungen haben sehr verschiedenen Charakter. Dabei kann es Einzelpersonen ziemlich an den Kragen - und unter die Gürtellinie gehen. Es bahnt sich ein Streit um das "Wer darf was?" in speziellen Medien an. Mit juristischen Drohgebärden. Springer vs Heise?

Es darf enthüllt werden.

Und welches ist ein junges Beispiel, dass die Qualender Enthüllungen durchstehen musste: Sibel Kekilli. Man kann sich ja gerne über Gürtellinien unterhalten: Sibel Kekilli im Interview

"Political Correctness" - wie wäre es mit einer "Journalistic Correctness"? Und da es an beiden manchmal mangelt, muss es auch mal knallen.

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Von: Bodo (Rang: Moderator)   Beiträge: 2722
Mitglied seit: 13.01.2002
Geschrieben am: 06.03.2004 um 03:02 (5090 mal angezeigt)   ( 1. Antwort auf aktuellen Beitrag)   Diesen Beitrag als Aktuellen nehmen
Am 2004-03-06 01:14 hat revolutionsound geschrieben:

"Political Correctness" - wie wäre es mit einer "Journalistic Correctness"? Und da es an beiden manchmal mangelt, muss es auch mal knallen.

Dann aber nicht nur bei Bild. Andere haben auch Dreck am Stecken. Die Tage kam im öffentlich rechtlichen eine Doku über den Reichstagsbrand.
Bis heute streitet man darüber, wer damals den Brand gelegt hat.

Von den Grichten verurteilt wurde ein angeblich zurückgebliebender Herumtreiber, der am Tatort angetroffen wurde. Bereits damals gab es Verschwörungstheorien, die die Nazis als Täter sahen.
Nach dem Krieg war es zunächst die allgemeine Lehrmeinung, daß der Brand von Nazis gelegt wurde, um das Land auf eine harte Linie einzustimmen. In den 50-gern kam dann ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, der offenbar als privates Hobby Geschichtskittung betrieb, mit der Wiederholung des zurückgebliebenen Einzeltäter groß heraus. Unterstützung erhielt er von einem Historiker und dieses Team spannte dann eine damals gerade aufstrebende Zeitung für ihre Geschichte ein: der Spiegel.
Diesem Team gelang es, die Alleintäter-These so populär zu machen, daß sie als die allgemein gültige übernommen wurde, Einzug in die Geschichtsbücher fand und damit zur Quasi-Wahrheit wurde.

In der Folgezeit gab es diverse Historiker und Hobbyforscher, die antraten, um die Geschichte neu aufzurollen. Hauptargument ist, daß eine einzelne Person in der zur Verfügung stehenden Zeit und den angeblich zur Verfügung stehenden Mitteln, keinen so großen Brand verursachen konnte.

Aber das eingespielte Team aus Beamtem, Historiker und dem Spiegel wußte sich zu wehren. Gegen die Macht das Spiegels kam keiner an und der Beamte war sich auch nicht zu fein, seinen Widersachern behördliche Briefe mit Verwarnungen und persönlichen Beleidigungen aufzusetzen. Eine Infragestellung der bestehenden Version war seitens derer, die damit berühmtgeworden sind, nicht erwünscht.

Was auch immer die Wahrheit ist. Hier haben ein paar Personen eine für wissentlichtliche Untersuchungen inkzeptable Art Ihre "Wahrheit" zu verteidigen.

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Seelig sind die, die da arm an Geist sind, denn sie werden sich Christlich Soziale Union nennen.

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