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© 2002 Bodo Kaelberer

China: große Mächte werden auch groß kritisiert
Verfasst am Freitag, 18. April 2008 um 00:49 von revolutionsound
Freigegeben von MarkArne

Weltpolitik revolutionsound schreibt:

"Die Olympiade auszutragen bringt einiges mit sich. China wollte die Effekte der Sommerspiele für sich verbuchen. Sie bringen jedoch mehr mit sich. Sie lassen Kontroversen aufflammen. Und ist erst einmal die Kamera auf den ausrichtenden Akteur gerichtet, werden eben unbequeme Fakten nicht übersehen.

Wie will China die Berichterstattung im Hochsommer der Olympiade lenken? Wird die Exekutive in Zusammenarbeit mit Chinas Medien weiterhin die Rolle der westlichen Medien verzerren wollen? Eine Olympiade hat eigentlich neben aller sportlichen Superlative noch die Funktion des internationalen Austauschs und die Förderung der Gemeinschaft. Was Staatsmänner nicht schaffen, ist auf sportlichen Terrain durchaus möglich. China muss sich Gedanken machen, wenn es die Spiele noch irgendwie mit einem Spritzer Würde austragen will. Fackelbegleitende Schlägertruppen, die in Australien zu Recht gemaßregelt würden, zeugen nicht gerade von Würde.

Die Situation in Tibet darf nicht zu einseitig gesehen werden. China macht sich nicht dadurch glaubwürdiger, wenn es nach eigenem Gutdünken einen Dalai Lama propagiert und lediglich mit Gewalt in Tibet vorgeht und dazu die Region hermetisch abriegelt. Ein Dalai Lama macht sich allerdings auch nicht glaubwürdig, wenn er von einem "kulturellen Völkermord" spricht. Längst sind politische Kräfte in Tibet am Werk, die nicht den Worten des Dalai Lama folgen und Gewalt zum Mittel nehmen.

China, wohl der mächtigste aufstrebende Staat, muss sich nun gefallen lassen, aus aller Welt Kritik zu hören. Ja, es darf aus der Kritik sogar Lehren ziehen und noch mehr: möglicherweise Kurskorrekturen vornehmen.

Aber stattdessen setzt China noch eine Nummer oben drauf. Tonnenweise Waffen liegen in Südafrika am Hafen - eine Lieferung Chinas an Zimbabwe. Eigentlich ist die Nummer sogar eine alte: seit Jahrzehnten darf sich Mugabe an Lieferungen aus dem mittlwerweile nicht mehr ganz so roten China erfreuen. Und jetzt, da sein Amt auf Grund wahrscheinlich verlorener Wahl auf Kippe steht, kommt die Waffenlieferung gerade recht. Die Afrikanische Union wäre gut bestellt, den Transit der Waffen über Land nicht zuzulassen. Ein Land wie Zimbabwe muss seinen Auflagen als Mitglied nachkommen, dazu gehört auch die Durchführung von fairen Wahlen und damit die Ermöglichung einer fairen Legitimation der Regierung.

Und nach Zimbabwe liefert also China, mal wieder. China entwickelt sich. Schönheitskorrekturen sind zwar en masse nötig, man denke nur an die Millionen von Wanderarbeitern. Aber einem Diktator Mittel bereitzustellen, der nebst allen Menschenrechtsverletzungen und politischen Vergehen die Wirtschaft seines Landes tatsächlich gegen die Wand fährt, sollte doch auch den Vorstellungen Pekings nicht entsprechen. Fauxpas. Die nächste Kritikwelle möge kommen."

 
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5 Kommentare
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Re: China: große Mächte werden auch groß kritisiert (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Montag, 28. April 2008 um 16:56
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Noch ein Artikel bei TP
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27814/1.html


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Re: China: große Mächte werden auch groß kritisiert (Punkte: 50)
von revolutionsound am Dienstag, 29. April 2008 um 20:02
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.mehr-demokratie-wagen.de/
Der Dalai Lama - kein Mann des Friedens, ja, den Artikel habe ich auch gelesen. Als ich meinen Artikel verfasst habe, habe ich mir auch überlegt, ob ich zu der recht 'undemokratischen Vergangenheit der Religion Tibets' schreiben sollte. Ein Mensch zu einem Gott zu erhöhen - das ist schon ein dickes Ding.


]

Re: China: große Mächte werden auch groß kritisiert (Punkte: 50)
von Bodo (mdw2008@webkind.de) am Freitag, 18. April 2008 um 20:49
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.webkind.de/
Ausgewogener Standpunkt und wohlgeformt Sätze. Da macht sich der Lehrer bemerkbar (-:

Über die "Schlägertruppen" waren viel Gerüchte aber wenig Konkretes in den Medien. Dazu ist folgender Artikel bei TP interessant:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27712/1.html


Ingesamt ist zu beobachten, daß nicht nur die chinesische Seite das Zeitalter der Aufklärung noch nicht erreicht hat. Wieso sollte die Wirtschaft gute Geschäfte mit China machen aber Sportler sollen boykottieren? Wieso werden Fackelläufer in Frankreich für das beschimpft, was Chinesen in Tibet tun?
Offenbar ist für viele Menschen Hass immernoch eine wichtigere Handlungsbasis als Vernunft und Verständnis.


[ Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden ]


Re: China: große Mächte werden auch groß kritisiert (Punkte: 50)
von revolutionsound am Samstag, 19. April 2008 um 21:47
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.mehr-demokratie-wagen.de/
Oh, hoffentlich stehe ich nicht zu oft mit erhobenen Zeigefinger da. ,-)

Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen, denn die Wirtschaft hat ihre eigene Gesetze. VW investiert in China. Und wie viele haben sich chinesische Aktien gekauft, also sie vor einem halben Jahr noch so steil in die Höhe spekuliert wurden. Tortenstückchen. Und sicher hat China auch gute Arbeitgeber. Allerdings wie viele.

Für mich war allerdings der Auslöser für meinen Artikel das Schiff, dass in Südafrika mit tonnenweise Waffen für Zimbabwe vor Anker liegt, zudem zu einem Zeitpunkt, in der Südafrika seine Position gegenüber Mugabe zu überdenken beginnt.


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Re: China: große Mächte werden auch groß kritisiert (Punkte: 50)
von revolutionsound am Montag, 21. April 2008 um 19:32
(Userinfo | Dem Autor schreiben) http://www.mehr-demokratie-wagen.de/
Der Munitionsfrachter ist wieder auf See und es liest sich fast wie ein Krimi. Werden die Waffen ihren Weg nach Simbabwe finden? Weitere Fragen sind interessant: wird es eine Stellungnahme Chinas geben? Und hypothetisch: sollte die Wahl nicht an Mugabe gehen - darf das Schiff dann umkehren?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,548710,00.html


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